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Creative Cloud von Adobe — Für wen sich die Anschaffung lohnt

Adobe Creative Cloud Logo

Die Creative Cloud von Adobe ist das Schwergewicht unter den Designtools. Mit dem Angebot bietet Adobe eine allumfassende Lösung an, die versucht jegliche Designdisziplin abzudecken: Unter anderem können Layouts für digitale Publikationen als auch Printprodukte kreiert werden, Audio und Video geschnitten, nachbearbeitet und mit Effekten versehen werden oder Webseiten und Apps nutzerfreundlich konzipiert und umgesetzt werden. Aber auch Vektorgrafiken und Illustrationen können erstellt und animiert oder Fotos und Grafiken organisiert und bearbeitet werden. Neben unzähligen weiteren Online-Tools, wie der Schriftsammlung Adobe Fonts oder den zusätzlichen Mobile Apps für Smartphone und Tablets, liegt die Besonderheit daran, dass die einzelnen Programme geräteübergreifend miteinander kompatibel sind: So lassen sich beispielsweise Zeichnungen auf dem iPad beginnen und am Computer weiter bearbeiten, einzelne Ebenen aus dem einen in das andere Programm kopieren oder Dateien und Bilder aus der eigenen Creative Cloud-Bibliothek in allen Programmen nutzen. Ein Cloud-Speicherplatz von 100 GB erleichtert ebenfalls die Datensynchronisation und das kollaborative Arbeiten.

Adobe Creative Cloud — Die Kosten

Mit der Einführung der Creative Cloud Dienste stellte Adobe 2013 auf ein reines Abo-Modell um. Bis dahin konnte jede Version der Adobe Creative Suite einzeln erworben werden, wobei zumeist für die Aktualisierungen auf die neueste Version ein bis zu vierstelliger Betrag fällig wurde.

Die Creative Cloud gibt es grundsätzlich in verschiedenen Abo-Modellen für verschiedene Anwendergruppen. Die vollumfassende Version kostet im Jahresabonnement für Einzelanwender rund 60 Euro im Monat, für Agenturen und Unternehmen rund 70 Euro im Monat pro Anwender, Studenten und Lehrkräfte bezahlen rund 20 Euro im Monat. Möchte kein Jahresvertrag mit monatlicher Zahlung eingegangen werden, so liegen die Preise noch einmal deutlich darüber. Eine Übersicht aller Abo-Modelle ist hier zu finden.

Neben dem vollumfassenden Angebot können auch Einzellizenzen erworben werden, die jeweils nur für eine Applikation gelten. Hierbei schwanken die Preise je nach Anwendung zwischen rund 12 Euro (z.B. Adobe XD) und 24 Euro (z.B. Premiere Pro) pro Monat im Jahresvertrag.

Für wen lohnt es sich?

Je nach kreativer Disziplin werden zumeist nur einige wenige Programme der Creative Cloud benötigt. So werden beispielsweise bei der Erstellung einer Webseite Dreamweaver und Adobe XD hauptsächlich verwendet, für das Erstellen eines Videoclips Premiere Pro und After Effects. Möchte man gezielt nur diese Programme verwenden, kann die Anschaffung mittels Einzellizenzen kostengünstiger sein, als die komplette Creative Cloud zu abonnieren. In diesem Zusammenhang können auch die sogenannten Kombi-Abos interessant sein: Dabei können zwei Programme bezogen und dabei ca. 20 Prozent im Vergleich zum Einzelkauf gespart werden. So kann beispielsweise Photoshop und Premiere Pro für rund 38 Euro pro Monat genutzt werden. Für Fotografen ist es sicherlich sinnvoll einen Blick auf das besonders günstige Foto-Abo zu verwerfen. Hier erhält man für rund 12 Euro im Monat Photoshop und Lightroom.

Bei vielen Projekten ist es jedoch sinnvoll, auch auf die anderen Anwendungen der Creative Cloud zugreifen zu können. Möchte man beispielsweise Vektorgrafiken für das Printprodukt mittels Illustrator erstellen oder Fotos für das Webseitenprojekt bearbeiten, so wäre die Anschaffung einer dritten bzw. vierten Einzellizenz bereits teurer als das komplette Abo-Modell.

Bei der Abwägung zwischen Einzellizenz und kompletter Creative Cloud sollten auch die zusätzlichen Creative Cloud Services beachtet werden. Tools wie Adobe Color oder Adobe Fonts unterstützen den kreativen Prozess, und auch die Apps für Smartphone und Tablet lassen sich einfach in die Arbeitsabläufe integrieren.

Creative Cloud — Fazit

Jeder Kreative muss schlussendlich für sich abwägen, welche Anwendungen für seine Designprozesse notwendig sind und welchen Mehrwert die enthaltenen Services und Dienste für ihn mit sich bringen. Alternative Software wie beispielsweise Sketch oder Affinity Photo schaffen es mit einem ähnlichen Funktionsspektrum zu teils günstigeren Konditionen an dem Must-Have-Status der Creative Cloud zu rütteln. Der große Vorteil der Synchronisation und Kompatibilität zwischen den Programmen geht mit der Verwendung dieser aber teils verloren.

Jedem Interessenten ist zu empfehlen, die Creative Cloud kostenlos herunterzuladen und während der siebentägigen Testphase ausgiebig anzuwenden. Innerhalb dieser Zeit lässt sich gut erkennen, welche Tools die Arbeitsprozesse optimieren und welches Abo-Modell das geeignetste für einen ist.